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Fotoblog

Graz als Textur

Krapfentest 2013

 

Wieder einmal haben wir unter Einsatz unserer Gesundheit, ja vielleicht sogar unseres Lebens, einen ganzen Tag lang die Krapfen von Graz verschlungen. Kondition und Terminwahl hielten uns leider davon ab eine ähnlich breite Palette wie 2012 zu verkosten, aber immerhin konnten wir aus 12 Kandidaten einen würdigen Sieger krönen.

Zwei Tester bewerteten jeweil mit Punkten von eins bis sieben die Kriterien Teig, Marmelade und Verhältnis zueinander. Zusätzlich konnte heuer ein Bonus- oder Maluspunkt pro Krapfen vergebn werden, der einen Eindruck beschreibt, der nicht in diese Kategorien fällt. Beispielsweise verdient eine noch warme, flauschige Köstlichkeit durchaus einen Extrapunkt, während es für den Fettfleck von Gestern gleich mal abgewertet wird.

Unser Eindruck der Grazer Krapfenlandschaft – auch im Vergleich zu den letzten Jahren – ist ein fast ungetrübt positiver. Beruhigt kann der Faschingsnarr in so gut wie jeden Krapfen beißen, denn Ausreißer nach unten fanden wir heuer eigentlich nur einen. Der dafür stellte ich als wahrer Magenkrampf heraus …

Viel fröhlicher stimmt uns da schon das obere Ende der Bewertungsskale. Besonders der Gedanke an unseren Siegerkrapfen lässt uns selbst nach zwölf Proben immer noch das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Nun wollen wir euch aber nicht länger auf die Folter spannen. Hier das Ergebnis des Krapfentest 2013!

Platz 1
Konditorei Klescher
www.klescher.at
Nach einem enttäuschenden 4. Platz im Vorjahr meldet sich unser Dauerfavorit zurück und das stärker denn je. Die noch lauwarme Germköstlichkeit, die man uns in der Alten Poststraße servierte, definiert den perfekten Krapfen: Flauschig, luftiger Teig aber immer noch mit Biss, die Marmelade schmeckt wunderbar nach frischen Marillen und ist dabei nicht zu süß – ein perfekter Hauch von Rumaroma begleitet den leicht hefigen Germgeschmack. Und an selbigem kann man sich bis zum letzten Bissen erfreuen, denn der Klescher-Krapfen wurde perfekt dimensioniert. Diese Köstlichkeit durften wir dann auch noch lauwarm und frisch verkosten, denn beim Klescher wird mehrmals täglich gebacken. Beneidet uns!

Platz 2
Hofbäckerei Edegger Tax
www.hofbaeckerei.at
Der Hochadel muss sich heuer mit Silber geschlagen geben – wobei man auf Platz 2 noch nicht von “geschlagen” sprechen kann. Was für den Kaiser gerade gut genug ist, das sorgt beim Fußvolk für entzücken! Luftig lockerer Germteig umschließt eine wirklich köstlich balancierte Marmeladefüllung. Die “Haut” sorgt dabei für den richtigen Biss – fast etwas knackig. Ein netter Touch: Vanillezucker.

Platz 3
Café Konditorei Zafita
www.zafita.at
Gerade noch aufs Stockerl schafft es unser Sieger vom Vorjahr. Ein solider Konditorkrapfen – toller Teig mit angenehmem Biss, aber leider etwas wenig Aroma. Von der leckeren Marmelade würden wir uns etwas mehr wünschen. Hier hat man heuer sicher nichts schlechter gemacht aber die Konkurrenz hat eben ordentlich zugelegt.

Platz 4
Café Konditorei Renn
Straßengelstraße 1
Schmeckt wie der Krapfen von Oma! Hier hat man dem typischen, weichen Germteig eine Alternative gegenübergestellt. Fester, g’schmackiger – anders, aber lecker!

Platz 5
Kotzbeck Loh
www.kotzbeck-loh.at

Platz 6
Martin Auer
www.martinauer.at

Platz 6
Kern
www.baeckerei-kern.at
Punktegleich mit Martin Auer – außerdem einer der günstigsten Krapfen im Test! Preis ist hier zwar kein Kriterium, aber in dem Fall (€ 0,95) erwähnenswert.

Platz 8
Konditorei Philipp
www.konditorei-philipp.at
In den letzten Jahren ein Top-Player, heuer beinahe ein Ausreißer. Marmelade und Teig schmecken für sich genommen zwar gut, wollen aber so gar nicht zusammenpassen. Einfach nicht der Genuss, den wir in den letzten Jahren von Konditorei Philipp kennengelernt haben. Schade. Falls am Rezept gedreht wurde, BITTE wieder zurück zu den Ursprüngen!

Platz 8
Bäckerei Wurm
www.wurm.cc

Platz 10
Hubert Auer
www.hubert-auer.at
Leider heuer kein “reiner Genuss” – schmeckte nach fett und dürfte schon einige Zeit in der Vitrine verbracht haben.

Platz 11
Eberle
Steyrergasse 37
Weder eine optische noch eine geschmackliche Sensation – fettig, trocken und  unapetitlich präsentiert.

Platz 11
Cafe Konditroei Krainer
Grottenhofstraße 92
Der einzige Kandidat von dessen “Genuss” wir abraten. Penetrante Kühlschrankaromen vermischen sich am Gaumen mit dem üblen Nachgeschmack von altem Fett.

Abendessen

Symphonisches Orchester Leibnitz, Neujahrskonzert

 

2012 zweite Wahl

 

Habe mich die letzten Tage durch meine Fotos von 2012 gequält – genauer gesagt durch die, die ich ursprünglich als Ausschuss betrachtet habe. Ein paar ganz nette waren doch noch dabei und wären fast übersehen worden …

Fressfreundliches Silvester

Weihnachten

Graz im Nebel

Graz im Nebel. Einmal am Morgen und dann in der Nacht. Außerdem ein wenig Weihnachtsmarkt-Stimmung.

Weihnachtsmarkt Schloss Dornhofen

Please enjoy some shots from the Weihnachtsmarkt at Schloss Dronhofen. They are more of a close focus, portrait nature since me and my friend “The Kaiser” actually were just playing around with our telefocus lenses rather than trying to get decent photos.

By the way I am writing this in English since I put these up mostly for ma friend Amber from Philadelphia. She said, she likes Christkindlmarkt :)

Krampuslauf Stallhofen

Eine eigene Krampushöhle versteckt im Wald, ein Lauf Seite an Seite mit den Teufeln über finstere Waldwege und neblige Dorfstraßen hinab ins Tal und das alles im ersten Schnee des Jahres – in Stallhofen versteht man es die Szene zu setzte.

Speziell die jüngsten unter den Zusehern erleben den Stallhofener Krampuslauf auf ganz besondere Art und Weise. Uns freut es, wie viel Liebe man hier in die Brauchtumspflege steckt und als ich schließlich ausrutsche und auf der Jagd nach dem besten Krampusfoto im verschneiten Straßengraben lande, fühle ich mich 20 Jahre zurückversetzt. Eine kindliche Faszination für diesen Brauch flammt wieder in mir auf.

Im Ort angekommen erhellt ein gewaltiger Scheinwerfer die ersten 10 Meter der Laufstrecke. Ein guter Ort für ein paar nette Bilder. Weiter vorne dröhnen zwar die Bässe der obligatorischen Krampusmusik, aber hier, wo wir stehen, bleiben wir vom Zwangs-Entertainment weitgehend verschont und können den Lauf in all seiner ursprünglichen Pracht genießen. Auch auf Pyrotechnik verzichtet man nämlich in Stallhofen mit Ausnahme weniger Bengalischer Feuer und einiger Fackeln.

Umso mehr tritt das Schauspiel der Aktöre – sprich der Krampusse – in den Vordergrund und diese lassen sich wirklich nicht Lumpen. Wahrlich ein wildes Treiben offenbart sich den zahlreichen Besuchern entlang der Dorfstraße. Auch an Rutenhieben wird nicht gespart.

Uns gegenüber hat sich eine kleine Horde besonders mutiger 10-Jähriger versammelt, die mit Spottrufen erfolgreich versuchen, den „Zorn“ der Krampusgruppen auf sich zu ziehen. Ein heranstürmender Teufel genügt aber um den Übermut der kleinen Halbstarken einzudämmen und sie flüchten zu ihren Eltern. Und über dem teuflischen Treiben breitet sich eine dichte Schneedecke aus – klirrende Kälte – alles ist, wie es sein soll.

So genießen wir bei exzellentem Glühwein einen Krampuslauf, der uns an die Mischung aus Angst und Vorfreude erinnert, die wir als Kinder mit dem Brauch um den 5. Dezember verbanden. Ich denke den Veranstaltern für diesen Saisonhöhepunkt und kann (aus Zuschauersicht) nur gratulieren.

Krampuslauf Riegersburg

Liebe Krampusverrückte, bevor es hier „in medias res“ geht, wie der Altrömer zu sagen pflegte, möchte ich all jenen, die schon seit Freitag auf eine Reportage aus Geistthal warten, meine Entschuldigung aussprechen. Selbige Reportage wird es nicht geben, denn euer lieber Wolfgang hat sich am Freitag eine Auszeit genommen.

Der Geist wäre ja willig gewesen, aber das Fleisch schlief nach der Arbeit einfach auf der Couch ein (die Sau!!). Tja, wir werden eben alle nicht jünger.

Bestens ausgeruht ging es heute Abend also nach Riegersburg – oder besser, ins Hollywood der Oststeiermark. Davon was die Riegersburger nämlich unter Brauchtumspflege verstehen, kann sich Roland Emmerich ein Scheibchen abschneiden. Jeder der morgen behauptet, Vettls Formel1 Triumphzug durch Graz wäre ein medienwirksam inszeniertes Spektatkel gewesen, dem lächle ich müde ins Gesicht und sage nur: „Du warst nicht in Riegersburg.“

Das höllische Treiben inklusive 10 Meter hoher Feuersäulen wurde nämlich nicht nur musikalisch effektvoll unterstützt sondern auch mittels eines mobilen Kamerateams und einer Weiteren Kamera aus der Überkopf-Perspektive auf drei riesige Video-Walls übertragen.

Dazu kommt, dass die Terrassen-ähnliche Bauweise des mittelalterlichen Örtchens ohnehin der unglaublichen Menge an Zusehern überall gute Plätze bot. Um beim Vergleich mit dem alten Rom zu bleiben: quasi ein Circus Maximus des Krampuslaufes.

Dementsprechend ließen sich die teilnehmenden Gruppen auch nicht lumpen. Bereits erwähnte 10 m Feuersäulen stellten das Finale des Spektakels dar und entstiegen dem von mehreren Krampussen gezogenen Streitwagen der Lembacher Eis-Teufel.

Für feurige Kurzweil beim Publikum sorgten alle Gruppen, sei es mit Feuerspuckern oder mit Fackeln, die so hell brannten wie ein Hochsommertag in der Hölle. Besonders in Erinnerung blieb mir aber neben all der Effekthascherei die Tatsache, dass besonders Gruppen aus der Obersteiermark mit Habergeiß und ähnlichen Figuren Abwechslung traditioneller Art in das bunte Treiben brachten.

Unterm Strich ziehe ich den Hut vor einer gelungenen Veranstaltung mit enormer Publikumswirksamkeit. In wie fern das allerdings dem Brauchtum an sich gerecht wird, soll jeder für sich selbst entscheiden.

Auf Grund der beengten Platzverhältnisse und der einzigartigen Kulisse, entschied ich mich diesmal für eine Foto-Dokumentation aus der Entfernung und von oben. Anstatt ein Portrait nach dem anderen zu schießen, versuchte ich diesmal, das gesamtgeschehen an sich einzufangen. Denn das war es, was diesen Lauf für mich so einzigartig machte.

Krampuslauf Leibnitz

 

Die Weinhauptstadt der Steiermark ist im Höllenfeuer versunken – so kann man es wohl passend ausdrücken. Was sich in Leibnitz an reiner Masse an Krampussen und anderem Brauchtumsvolk tummelte, findet man sonst wirklich selten.

58 Passen tobten, brannten, wüteten, liefen, sprangen und fuhren durch die Leibnitzer Innenstadt – wirklich ein schauriges Spektakel. Besonders auffällig dabei: viele Passen haben dieser Tage schon kleinere Choreographien im Programm – ein nettes Detail. Ohne Feuerspucker scheint es anscheinend gar nicht mehr zu gehen. Bis zu drei dieser Sorte führte so gut wie jede Gruppe mit sich.

Perchtenlauf Raaba

Wenig Fotos gibt es leider nur aus Raaba – ganz einfach, weil es nicht besonders viel zu fotografieren gab. Anscheinend wäre heute doch Schladming der “Place to be” gewesen – wer hätte sich das gedacht ;)

Krampuslauf Übelbach

Krampuslauf Hausmannstätten

Endlich!!! Freilaufende Krampusse!!!

Horden von kleinen Kindern werden von einem Krampus über den Dorfplatz gejagt. So stell ich mir das vor. Die Boxen hat man längst abgeschossen – somit bleiben wir von der lächerlichen Semi-Industrial Musk verschont – und die Krampusse haben ihren Gitterverschlag verlassen und wüten im Publikum. Dieses Bild zeigt sich uns als wir leider viel zu Spät Hausmannstätten erreichen.

Ein organisatorisches Drama verwandelt sich in das Teufelsparadies meiner Jugendjahre. Unter dem Licht der Straßenlaterne gelingen mir dann auch noch ein paar ganz nette Schüsse :)

Krampuslauf Werndorf

Murauer-Madness am Krampuslauf in Werndorf südlich von Graz. Das Geschen wird von einem riesigen aufblasbaren Murauer Werbebanner erhellt. Ob das die richtige Szenerie für einen Krampuslauf ist? Naja, die Sponsoringgelder machens möglich also sehen wir großzügig drüber hiweg.

Was ich allerdings nicht so großzügig übersehen kann, ist die Tatsache, dass der Veranstaltungsbeginn im Internet mit 17.00 Uhr angekündit wurde, die ersten Teufel jedoch erst gegen 18.30 das eingezäunte Areal betraten. Inzwischen waren Kamera, Wolfi und Akkus halb erfrohren. Dabei war ich eigentlich gut gegen Kälte abgeschirmt – ich musste mich nämlich mit allen anderen Zuschauern an einer viel zu kurzen Laufstrecke ans Gitter drängen. Kein Zugang innerhalb der Absperrung, nicht mal für Fotografen mit Signalkleidung. Was soll das?

Über die widrigen Umstände konnte auch die Eloquenz des sehr bemühten Moderators nicht hinwegtrösten – zur Halbzeit noch ein lauwarmes Frankfurter und nix wie heim.

Meine Entschuldigung gilt allen Krampussen, von enen ich nun keine schönen Bildchen mehr schießen konnte.

Krampuslauf Lebing

Chronologisch erste Station der Krampussaison 2012. Guter Lauf – schlechte Ausrüstung. Mangels Blitz hab ich mir eben das lichtstärkste Stück Glas geschnappt, das mit an Bord war – mein 70-200 f2,8

Wer vermutet, dass das nicht die perfekte Reportage-Linse ist, hat Recht. Aber erschwerte Bedingungen manchen das ganze doch nur noch interessanter.

Krampuslauf Rein bei Graz

Höllisches Treiben beispielslos gut gebändigt – der Krampuslauf in Rein bei Graz setzte sich in meinem persönlichen Ranking dieser Saison gleich mal an die Spitze.

Lange, breite Laufstrecke und Spekatakel über die volle Meile dazu massig Gastronomie und ein Feuerwerk zum Schluss – was will man mehr!

Seltsame Blume

Lightscribe Experimente

Alter Steinbruch

Thomasens Geburtstag

Der Snuff und das Feuer

Goldene Stunde in Graz